Wir wachsen auf Weizenfeldern // wie Wildblumen es tun.
Eine Exploration der Entwicklung queerer Identitäten im ländlichen Raum Deutschands. Geschichten über Resilienz, stummem Widerstand, Flucht, Versöhnung und trotz allem: queerer Freude.
We grow on wheatfields //as wild flowers do.
An exploration of queer identities growing in rural areas of Germany. Stories about resilience, silent rebellion, escapism and reconsiliation and queer joy against all odds.
An exploration of queer identities growing in rural areas of Germany. Stories about resilience, silent rebellion, escapism and reconsiliation and queer joy against all odds.
Wenn ich nach Hause komme, ist es, als wäre ich nie da gewesen. Ich erinnere mich nicht, doch mein Körper tut es. Die immer gleichen Schritte beschreiben einen Weg von Heimat. Es ist schwer, nicht wieder weg zu rennen.
Once I´m coming home, it`s as if I`ve never been here. I don`t remember, but my body does. Always the same steps. They describe a way of homeland. It`s hard not to run again.
Ermächtigung durch Prozess.
Bereits im Prozess arbeite ich eng mit den Menschen, die meiner Kamera und mir ihre Geschichte anvertrauen, zusammen. Zuerst suchen wir nach Orten, die im Aufwachsen auf dem Dorf bedeutsam waren. Das können Kraft- und Zufluchtsorte sein, aber auch Plätze, die sie erneut konfrontieren wollen. Die schwer zugänglich oder traumatisierend waren. Gemeinsam erarbeiten wir dann die Outfits. Diese drücken die Teile ihrer Selbst aus, die sie diesen Orten erneut zeigen wollen. Das kann ein "danke, dass du mich aufgefangen hast, als ich so alleine war.", sein. Aber auch ein "schau, wie weit ich gekommen bin, obwohl du so doll versucht hast, mich klein zu halten." So entsteht ein Austausch zwischen jetzt und damals, eine Konfrontation oder Versöhnung.
Empowernment through process.
During the process, I work closely with the people who entrust me and my camera with their stories. First of all, we look for places that were significant when they were growing up in the village. These can be places of strength and refuge, but also places that they want to confront again. Places that were difficult to access or traumatizing. We then develop the outfits together. These express the parts of themselves that they want to show these places again. This can be a “thank you for picking me up when I was so alone”. But also a “look how far I've come, even though you tried so hard to keep me down." This creates an exchange between now and then, a confrontation or reconciliation.